Regenwassernutzung

Regenwassernutzung ist ein wichtiger Bereich der Regenwasserbewirtschaftung

Die Regenwassernutzung spart nicht nur beim Trinkwasserbedarf, sondern insbesondere in Siedlungsgebieten führt die Speicherung und Nutzung von Regenwasser zu einer Rückhaltung und Reduzierung der Regenwasserabflüsse. Dadurch können öffentliche Kanalleitungen entlastet werden.

Die Regenwassernutzung schützt auch die Trinkwasserreserven. In den meisten Regionen wird Trinkwasser aus dem Grundwasser gefördert und wird nach der Nutzung über die Kanalleitungen abgeleitet. Durch die Regenwassernutzung werden also Ressourcen wie Grundwasser und Pumpenenergie geschont.

Einsparpotentiale durch die Regenwassernutzung

Für eine nachhaltige Einsparung von Trinkwasser führt kein Weg an Effizienzmaßnahmen vorbei. Es sollten wassersparende Sanitärprodukte, wie wassersparende Toilettenkästen (4 bis 6 Liter), oder moderne Waschmaschinen und  wassersparende Duschköpfe etc. verwendet werden.

Das Wasser aus gut geplanten Regenwasseranlagen kann immer an Stelle von Trinkwasser gut angewendet werden, wenn keine Trinkwasserqualität benötigt wird. Ganz einfach und ohne weiteren Aufwand kann Regenwasser mit Hilfe von einer, dem Stand der Technik entsprechenden Regenwasseranlage für die Toilettenspülung und Waschmaschine verwendet werden. Natürlich sollte auch im Garten das weiche Regenwasser statt des kalkigen Trinkwassers verwendet werden. 

Im Markt sind aber auch schon Produkte verfügbar, die aus Regenwasser und auch aus Duschwasser Trinkwasser machen können. Hier ist der Anlagenaufwand zu berücksichtigen.

Regenwasseranlagen amortisieren sich schneller, wenn:

  1. Eine Haus- und Gartennutzung geplant ist, weil der Garten nur 6 bis 8 Monate im Jahr bewässert wird. Bei der Hausnutzung wird die Regenwasseranlage 12 Monate im Jahr verwendet.
  2. Mehr Nutzer*innen die Regenwasseranlage verwenden, da sich der Anlagenaufwand anteilig reduziert. Zum Beispiel amortisiert sich eine Regenwasseranlage bei einem Hostel mit 40 Zimmern schneller, als bei einem Einfamilienhaus.
  3. Der Einbau von Anfang an im Neubau eingeplant wird oder wenn ein umfangreiche Strangsanierung ansteht. Eine Nachrüstung im Bestand ist oft zu aufwendig.
  4. Eine fachgerechte Planung mit entsprechender Dimensionierung durchgeführt wird.
  5. Wenn das Tiefbauunternehmen, welches schon auf der Baustelle ist, den Einbau der Regenwasseranlage und der Versickerungsanlage übernimmt oder zumindest die erforderlichen Erdarbeiten gleich mit erledigt und nicht nachträglich erneut bestellt werden muss.

Planung einer fachgerechten Regenwasseranlage

Leider stellen wir in der Praxis, selbst bei größeren Bauvorhaben fest, dass immer öfter erstmal nur ein Tank eingesetzt wird. Dann werden noch die Fallrohre angeschlossen und fertig.

Eine funktionierende Regenwasseranlage muss einen Regenwasserfilter, einen Zulaufberuhiger, eine schwimmende Entnahme und eine Überlauf haben.

Was darüber hinaus im Detail für eine funktionierende Regenwasseranlage benötigt wird finden Sie im Bereich Fachinformationen Regenwasser.

Wenn Sie eine nicht funktionierende Regenwasseranlage haben, können wir Ihnen die Begutachtung und ggf. die Umbauarbeiten anbieten.

Weitere Fachinformationen zur Regenwassernutzung

Sie finden in unserem Bereich Fachinformation Regenwassernutzung noch weitere Detailinfomationen